Heute sah mir mein Sohn beim Auspacken des Einkaufes zu. Es kam zu folgendem Dialog:

Ramiro: „Mami, immer kaufst du Sachen für dich und Papa!“

Ich: „Das stimmt doch nicht, ich kaufe auch ganz viele Sachen für dich und Amelia!“

Ramiro: „Was denn?“

Ich: „Sachen zum Essen oder für dein Zimmer.“

Ramiro: „Ja, aber nie, was ich mir wünsche, Spielsachen oder so!“

Ich: „Sachen wünschen kann man ja auch nur zum Geburtstag und an Weihnachten.“

Ramiro: „Aber Mami, Ostern hast du vergessen! da kann man sich doch auch etwas wünschen?!“

Moment, seit wann? Bei uns war das jedenfalls bis anhin nicht so. Es gab einfach ein Nestchen mit Schoggieili und einem Osterhasen, vielleicht mit etwas Kleinem zum Spielen. Aber bis jetzt konnte ich bestimmen, was da reinkommt. Auch vom Gotti und den Grosseltern gab es immer ein Nestchen, die sahen etwa gleich aus wie meine, vom Inhalt her. Aber scheinbar hat sich das verändert. Irgendwoher hat er gehört, dass andere Kinder sich etwas auf Ostern wünschen können. Ich bin sowas von hinter dem Mond. Oder doch nicht?

Klar, auch ich bin froh, wenn meine Kinder nicht tonnenweise Schokolade bekommen. Einerseits weil ich nicht will, dass sie ständig nur Süsses essen, andererseits, weil die Kinder die Sachen dann gar nicht so gerne haben. Auch ich habe für meine Nichten lieber etwas für den Sandkasten gekauft, etwas Kleines, weil auch ihre Mamis froh sind, wenn es nicht zu viel Schokolade drin hat. Ich frage mich: Kommt das mit den Geschenken zu Ostern vielleicht daher? Aber eben, so richtige Geschenke, auf einem Wunschzettel notiert, das gibt es bei uns zum Glück nur an Weihnachten. Es ist ja dann schon immer eine grosse Organisation bis alle wissen, wer sich was wünscht.

Klar, die Läden machen rund um Ostern längst nicht nur aus den Schoggihasen und der Osterdeko ein Geschäft. Die Regale sind wieder voll mit Spielsachen und es gibt die entsprechenden Aktionen. Es ist nicht so, dass ich diese Regale nicht gesehen hätte und nicht kurz versucht war, meinen Kindern was Schönes zu kaufen. Ich liebe es, für meine Kleinen Spielsachen zu kaufen und muss es mir dann eher verkneifen. Denn es geht mir ums Prinzip. Unsere Kinder haben mehr als genug Spielsachen. Sie sollen lernen, sich Wünsche für Geburtstag und Weihnachten aufzuheben und sie sollen lernen, auf etwas warten zu können. Darum gibts bei uns keinen Wunschzettel für Ostern. Dafür ein Nestchen mit einem kleinen Hasen und etwas zum Spielen für draussen. Punkt.

Wie feiert ihr Ostern? Mit traditioneller Nestchensuche und Schoggiosterhasen? Oder lieber mit Geschenken? Vielleicht macht ihr einfach einen schönen Ausflug oder besucht Verwandte? So oder so oder so, ich wünsche euch

FROHE OSTERN!!! 🙂

 

2 Comments

  1. Hallo Darja
    Dein Beitrag über Ostern spricht mir aus dem Herzen…
    Ja, auch ich fragte mich, bin ich zu altmodisch eingestellt? Unser Osterhase bringt auch „nur“ ein Nest mit Schoggihase und Eier.
    Das suchen wir am Ostersonntag im Garten. Tradition.
    Kinder können auf Geburtstag und vom Christkind etwas wünschen. Nicht vom Osterhasen und/oder Samiklaus.
    Unser Schoggiberg hielt sich in Grenzen. Vielleicht auch, weil Gotti/Götti/ Grosseltern meine Ansicht kennen und respektieren.
    Nun dürfen sich immer nach dem Mittagessen und Zvieri etwas aus dem Nest aussuchen. Es klappt bestens.
    Ich bin froh, dass die Tradition auch in anderen Haushalt altmodisch weiterlebt;-).

    Liebe Grüsse
    Ursina

    • liebe ursina, auch mir tut es grad gut zu lesen, dass es bei anderen noch sehr traditionel zu und her geht! 😉 unser schoggiberg ist alles in allem dann doch recht gross geworden, obwohl die hasen eher klein waren, es sammelt sich. mein sohn hat gemeint: ich liebe ostern, da gibt es soo viel schoggi. aber bis auf ein paar eili haben sie noch recht wenig davon gegessen. ich vermute, ich werde daraus dann mal schoggichüechli backen! 😉
      liebe grüsse
      darja

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