Er blüht zur Zeit überall wunderschön gelb in den Wiesen, der Löwenzahn. Mein Sohn hat mir diese Woche einen grossen Strauss davon nach Hause gebracht, welcher jetzt unsere Küche schmückt. Einen Tag darauf hat meine Tochter auch einen gepflückt, wollte ihn aber für sich behalten. Ich habe nur gedacht: Ojee, die Flecken! Aber das Strahlen in ihrem Gesicht liess mich diese gleich wieder vergessen.

Diese Blume hat bei uns viele Namen: Chrottebösche, Säublueme, Sunnewirbel, Ramschfädere,… Und schon den Namen merkt man an, dass nicht alle so begeistert davon sind. Wer einen schönen Rasen will, sieht den Löwenzahn als Unkraut. Auch im Blumenbeet werden sie nicht gern gesehen, ich selbst rupfe sie da auch immer schnell aus! Doch auf den satten grünen Wiesen sind sie echte Sonnenwirbel und bringen den Frühling so wie Gesichter zum Strahlen.

Die fiesen Flecken

Schon meine Mutter war mässig begeistert, wenn wir stundelang Chrottebösche gesammelt und damit gespielt haben. Die T-Shirts waren danach braun vom Saft, die Flecken gingen kaum mehr aus. Nachdem meine Tochter heute ihre erste Blume gepflückt hat, habe ich recherchiert, was gegen diese Flecken am besten hilft.

Frische Flecken schmiert man am besten mit Gallenseife ein, lässt sie etwa eine Viertelstunde einwirken und wäscht sie danach wie gewohnt in der Waschmaschine.

Ältere Flecken sind hartnäckiger. Diese kann man mit Butter einschmieren, ebenfalls einwirken lassen und dann das Kleidungsstück bei 40 Grad waschen. Verstärkt wird das Ganze noch, indem man Fleckensalz in die Maschine gibt. Überhaupt begegnet mir bei fast allen Tipps rund um die älteren Löwenzahn-Flecken, oder auch Flecken allgemein, dieses Fleckensalz. So kann man das Kleidungsstück auch in Wasser mit Fleckensalz einweichen und sollte danach keine Verfärbungen mehr haben. Dieses Mittel kannte ich aber nicht, gefunden habe ich es in der Drogerie.

Fast ein bisschen enttäuscht musste ich dann aber feststellen, dass es dieses Mal gar keine Flecken gegeben hat. Aber nun sind wir jetzt wenigstens gerüstet für alle Arten von Flecken.

 

Löwenzahn auf dem Tisch

Der Löwenzahn gehört zu den Wildkräutern und man kann ihn auch essen. Die jungen, feinen Blätter machen sich toll im Salat und haben erst noch dreimal so viel Vitamin C wie Kopfsalat. Warum nicht mal einen Spaziergang machen, ein paar Blumen für in die Vase und ein paar Blätter für den Znacht pflücken? Vor den Flecken müsst ihr euch auf jeden Fall jetzt nicht mehr fürchten.

Die Verwandlung

Wenn der Löwenzahn verblüht, erhält er noch einen weiteren Namen: Pusteblume. Wer hat nicht als Kind ganz viele davon gepflückt, kärftigt darauf gepustet, sich etwas gewünscht und dann den Samen zugeschaut, wie sie davon schweben? Einfach wunderschön.

Ja, der Löwenzahn ist eine Blume mit vielen Namen. Wie nennst du sie?

 

 

 

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