Die Rezeptbox steht seit Januar auf meiner To-Do-Liste für dieses Jahr. Ja, tatsächlich führe ich sogar für dieses Jahr eine To-Do-Liste. Damit die grossen Ideen und Vorsätze nicht im Alltag untergehen. Da standen auch die beiden Kinderzimmer drauf, die ich ja bereits umgestaltet habe. Mit der Rezeptbox habe ich schon vor einer Weile begonnen, nun ist der grösste Teil abgeschossen. Wobei so eine Rezeptbox natürlich nie wirklich fertig ist, sondern laufend ergänzt wird. Aber sagen wir mal so: Sie ist einsatzbereit.

Wieso eine Rezeptbox

In meiner Küche gab es ein grosses Schranktablar, voll mit Rezepten. Neben vielen Kochbüchern gab es da einen Ordner mit gesammelten Rezepten. Diese habe ich auf meinem Weg gesammelt: Einige stammen aus meiner Kochschulzeit, einige habe ich von meiner Gastmutter in Kanada, wo ich nach der Kanti war, einige sind Familienrezepte, die mein Mami mir mal aufgeschrieben hat. Andere habe ich selbst mal auf einen Fresszettel notiert, von einer Freundin aus dem Kopf zitiert. Auch einige Rezepte aus Heftli waren darunter, die ich nie ausprobiert hatte.

Weiter gab es unzählige Betty Bossi Hefte, voll mit Rezepten, die ich mal in einen Ordner gesteckt und nie wieder rausgenommen habe. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, sie wegzuschmeissen, man weiss ja nie, vielleicht schaut man mal rein?! Aber bis dann sind ja weitere Rezepte ins Haus geflattert und die Heftli gingen schlicht vergessen.

Die Rezeptbox soll all die Ordner und herumliegenden Zettel unter einen Hut bringen. Alles soll in einer kleinen Box Platz haben und schnell griffbereit sein.

Die Guten ins Töpfchen die schlechten… ins Altpapier

So habe ich alle Rezepte durchgesehen und auf drei Haufen verteilt.

  1. Beliebte und erprobte Rezepte, kommen definitiv in die Box.
  2. Nicht erprobte Rezepte, die ich gerne mal ausprobieren will (Rezepte aus Heftli rausgerissen).
  3. Rezepte, die nicht zu uns passen oder ich eh nie kochen/ backen würde. Die kamen direkt ins Altpapier.

Die Box

Die Rezepte aus Nr. 1 wollte ich gleich auf Karteikarten schreiben, sie sollten die Grundlage meiner persönlichen Rezeptsammlung bilden. Leider habe ich auch nach langem Suchen keine Rezeptbox gefunden (mein Mami hat so eine schöne alte, die war mir immer im Hinterkopf). Solche Rezeptboxen scheinen nicht gerade im Trend zu sein. So habe ich mich entschieden, einfach eine Karteibox und Karteikarten in Grösse A6 zu kaufen. So bin ich in der Gestaltung vollkommen frei.

Nun konnte es mit dem Aufschreiben losgehen. Weil die Rezepte ja für mich sind, habe ich sie so kurz wie möglich verfasst. Rezepte sind z.T. unnötig lang beschrieben, finde ich.

Ja oder Nein

Die Rezepte zum Ausprobieren habe ich in der Küche so platziert, dass sie mir im Weg lagen und so habe ich eine Weile 1-2 neue Gerichte pro Woche getestet. Mein Mann und meine Kinder durften dann natürlich sagen, ob ihnen das geschmeckt hat oder was man anders machen kann. Einige Rezepte flogen danach gleich ins Altpapier. Ehrlichgesagt, habe ich es aber noch nicht geschafft, ganz alle zu kochen. Einige warten auf den richtigen Moment oder auf die richtige Saison. Zudem kamen bereits wieder neue Rezepte dazu, es bleibt also eine rollende Sache.

Kochbücher

Auch die Kochbücher habe ich mal sortiert und ausgemistet. Da ich Bücher aber mag, durften die meisten noch bleiben. Ein paar besonders wichtige Rezepte wie z.B. Omeletten habe ich mir aber auch auf eine Karteikarte geschrieben, weil ich die Box eher zur Hand habe als das Buch. Vielleicht mache ich irgendwann den gleichen Prozess mit den Kochbüchern durch, den auch da hat man immer nur ein paar Rezepte, die einem richtig glusten. Mal sehen…

Rezepte online

Viele Rezepte findet man heute ja online. Ich muss zugeben, dass ich öfters mal mit dem Handy in der Küche arbeite. Allerdings verschwindet dann immer der Bildschirm und ich muss die Finger waschen, um ihn wieder zu aktivieren. Das nervt soo! Auch habe ich schon ein super Rezept gefunden, war happy mit dem Resultat und als ich es Monate später wieder machen wollte, habe ich es nicht mehr gefunden. Auch hier lohnt es sich, ein erprobtes Rezept aufzuschreiben, zumal Karteikarten nicht immer den Bildschirm dunkel machen.

Wochenmenüplan

Wenn ich keine Idee habe, was ich kochen möchte, kann ich nun meine verschiedenen Kategorien durchblättern und mich so inspirieren lassen, vielleicht sogar eine Art Wochenmenüplan erstellen. Bei mir geschieht das mehrheitlich im Kopf, aber mit den Karten habe ich auch eine gute Grundlage, falls ich es doch mal anders machen will.

Falls du Lust hast, selber eine Rezeptbox anzulegen: Die Karteibox, das Register und die Karten habe ich in einer grösseren Papeterie gefunden. Du kannst die Box natürlich auch grösser oder kleiner machen.

Hast du auch eine Rezeptbox? Oder einen persönlichen Rezeptordner? Und was machst du mit all den tollen Rezepten, die du ihn Heftli siehst? Bin gespannt eure Ideen zu lesen.

 

 

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