Bei mir schneit es zur Zeit E-Mails. Alle haben noch ein Sonderangebot, einen Adventskalender, eine tolle Geschenksidee. Es gibt Prozente, Gewinne, Aktionen, Sonderdies und Extradas. Und klar will jeder zum Jahresende noch was weltbewegendes, ultradringendes oder supergescheites sagen. Alle haben gute Gründe dafür, keine Frage!! Doch nun ist meine Mailbox täglich randvoll, dabei wollte ich  dieses Jahr die Adventszeit eigentlich ruhig angehen. Was ich dagegen tue? Ganz viele (Werbe-) Mails wegklicken, Blogbeiträge kurz überfliegen und nur da und dort einen (dafür ganz bewusst) zu Ende lesen.

Machst du vielleicht auch? Hast aber bis hierhin gelesen? Das freut mich ungemein!! Denn heute habe ich etwas wunderschönes und bewusst kurzes für dich: Ein Gedicht, dass wunderbar in diese Zeit passt! Mich berührt es jedes Mal sehr, wenn ich es lese, dich hoffentlich auch. Und ich hoffe zu verzeihst mir, dass auch ich dem ganzen Rummel noch was beifüge und auch von mir noch das eine oder andere Mail in deiner Mailbox landen.

Wann fängt Weihnachten an?

Wenn der Schwache dem Starken die Schwäche vergibt,
wenn der Starke die Kräfte des Schwachen liebt,
wenn der Habewas mit dem Habenichts teilt,
wenn der Laute mal bei dem Stummen verweilt,
und begreift, was der Stumme ihm sagen will,
wenn der Leise laut wird und der Laute still,
wenn das Bedeutungsvolle bedeutungslos,
das scheinbar Unwichtige wichtig und groß,
wenn mitten im Dunkel ein winziges Licht
Geborgenheit, helles Leben verspricht,
und du zögerst nicht, sondern du gehst,
so wie du bist, darauf zu,
dann, ja dann
fängt Weihnachten an.

Rolf Krenzer

 

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