Hier wurde es mit dem Jahreswechsel merklich still. Vielleicht hast du dich gefragt, was ich nun so treibe. Vielleicht hast du es aber kaum bemerkt, weil dein Jahr turbulent begonnen hat und du anderes im Fokus hattest. Mir ging es so! Heute habe ich mit Schrecken festgestellt, dass wir schon den letzten Tag im Januar haben. Wenigsten einmal im Monat möchte ich von mir hören lassen und darum schicke ich heute ein Lebenszeichen.

Was tut sie denn?

Mit meinem Ziel, in diesem Jahr meinen Shop wieder zu eröffnen, geht ganz viel Arbeit einher. Ich habe mich richtiggehend in meinem Atelier verkrochen und könnte hier Tag und Nacht brüten und werkeln. Es macht mir solchen Spass, dass ich alles rundherum fast vergesse. Wie zum Beispiel einen Blogbeitrag schreiben oder die Kindergärtnerin meines Sohnes frühzeitig über einen Arzttermin zu informieren. Ich hätte wohl die Autobahn Vignette vergessen, hätte nicht mein Mann daran gedacht. Die Weihnachtsbeleuchtung wollte ich letztes Wochenende herunternehmen, sie hängt noch immer. Alles nicht schlimm, kein Weltuntergang, aber ein klares Zeichen: Meine Gedanken sind zur Zeit wo anders.

Wo? Bei meinen Produkten, bei Farbkombinationen, beim Überarbeiten meiner Schnittmuster. Woche für Woche knüpfe ich mir ein bis zwei Produkte vor und überlege, in welchen Farben, mit welchen Motiven und Mustern ich diese anbieten will. Ich überprüfe die Schnittmuster. Kann man etwas optimieren? Kann man etwas vereinfachen? Ich versuche zu standardisieren und passe die Grössen der Motive an, damit alles einheitlich daher kommt. Es hat mich regelrecht reingezogen. Ich bin ganz neu begeistert vom Material Blache, freue mich an meinen Motiven und an jedem Produkt, das entsteht. Ja, das ist echt mein Ding. Es macht mich glücklich. Ich will es gut machen. Doch das braucht Zeit.

Einen Gang zurück

An meiner Magnetwand im Atelier hängen ganz viele Werke meiner Kinder. Alle sind in den letzten Wochen entstanden, während ich daneben an der Nähmaschine sass. Eigentlich schön, für mich aber auch ein Zeichen: Es war etwas zu viel. Etwas zu viel Arbeiten an ‚meinem Ding‘. Die Kinder kamen zu kurz. Das lag sicher daran, dass ich wieder am Arbeiten bin, aber nicht nur. Die Jahreszeit und das mässig tolle Wetter hat auch meine Kinder nicht gerade unternehmungslustig gemacht. Sie wollten daheim bleiben und mir wars gerade recht. Doch es ist nicht meine Absicht, dies länger so durchzuziehen. Es wäre schade um das letzte Jahr. Das Pendel hat etwas stark in eine Richtung ausgeschlagen. Nun gilt es einen Gang zurückzuschalten, bis sich alles so einpendelt, dass alle auf ihre Kosten kommen.

So, das war nun mein Lebenszeichen. Und weil ich es morgen vielleicht vergessen, werde ich nun noch die Kalenderblätter von Januar auf Februar umblättern. So bin ich wenigsten einmal in diesem Monat der Zeit etwas voraus. Einen tollen Start in den Februar wünsche ich dir!

Herzliche Grüsse aus meinem Atelier

Darja

 

 

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