Vor kurzem bin ich auf die Seite Luzia Pimpinella gestossen und war sofort begeistert. Einerseits vom Blog selbst (es lohnt sich mal vorbei zuschauen), andererseits von Nics Monatskolumne #fünffragenamfünften. Da werden jeden Monat 5 Fragen gestellt, eher persönliche oder solche, die man sich einfach nie selbst stellen würde. Blogger dürfen diese übernehmen, auf ihrer Seite beantworten und publizieren.

Und nun mache ich also mit. So bekommt ihr vielleicht noch etwas eine andere Sicht von mir- und ich selbst ebenso! Ich bin sehr gespannt auf dieses Experiment und freue mich, euch heute meine ersten 5 Antworten zu zu präsentieren:

1. Sagst du immer, was du denkst?

Würde ich das tun, wäre ich ein ständig vor mich her murmelndes Wesen, denn irgendetwas denke ich immer. Man würde mich wohl für verrückt halten. Nehmen wir zum Beispiel an, ich bummle durch die Stadt. Jede Menge Leute kommen mir entgegen, unweigerlich sehen meine Augen diese Menschen und mein Hirn gibt einen stillen Kommentar ab. Schöne Frisur. Nettes Lächeln. Komische Nase. Oh, die Tasche hätte ich auch gerne. Nein, so würde ich das never ever kombinieren. Klar, dass ich da nicht alles sage. Im Gegenteil, manchmal revidiere ich blitzschnell meinen ersten Gedanken über etwas oder jemanden, weil so Vieles auf den zweiten Blick anders erscheint.

Mal ganz abgesehen davon, sage ich schon sehr oft, was ich denke. Mindestens in meinem vertrauten Umfeld. Okay, manchmal auch öffentlich, was meinen Mann auch schon gestört hat. Aber nicht nur, wenn es was zu stänkern gibt. Ich kann auch mal einer Frau vor dem Spiegel im Laden ein Kompliment machen, wenn sie etwas anprobiert. Für ein ‘das eher nicht’ braucht es jedoch etwas mehr Mut, habe ich aber auch schon gesagt. Es sind schon schöne Gespräche entstanden, einfach weil ich Fremden etwas gesagt habe, was mir gerade durch den Kopf schoss. Ganz allgemein finde ich nämlich, dass wir mit Fremden auf den Strassen, in den Läden, im Café viel zu wenig reden.

Trotzdem habe ich eine Art Zensur. Ich überlege meistens, ob sich das ehrlich sein hier lohnt, oder ob schweigen angesagt ist. Egal, ob bei meinen Nächsten oder bei Unbekannten. Denn Ehrlichkeit kann auch verletzen oder schlicht kontraproduktiv sein. Deshalb gebe ich das Gedachte auch mal in abgeschwächter Form weiter.

2. Wirst du immer dort wohnen bleiben, wo du wohnst?

Wir wohnen nun seit 4 Jahren in unserem kleinen Dörfchen, haben ein halbes Haus, Eigenheim mit kleinem Garten und es gefällt uns sehr gut hier. Davor habe ich mit meinem Mann schon an zwei weiteren Orten gewohnt, als Kind bin ich dreimal umgezogen. So gibt es für mich keinen Ort, der für mich als Ort Heimat bedeutet. Vielmehr sind es die Lieben um mich herum, welche für mich Heimat sind. Home is where the heart is. Einen Umzug schliesse ich darum grundsätzlich nicht aus. Gerade auch, weil man nie weiss, wie das Leben so spielt.

3. Wie klingt dein Lachen?

Das wüsste ich auch gerne! 😉 In meinen Ohren hört es sich immer etwas kratzig an, wie auch meine Stimme. Vermutlich hört sich mein Lachen für mein Gegenüber anders an als für mich, so wie ich meine Stimme ja auch anders höre, was ich jeweils mit Schrecken feststelle, wenn ich einen Film von mir sehe.

4. Was war deine weiteste Reise?

Das war unsere Reise durch den Westen von Amerika, die typische Route: San Francisco, die Nationalparks, Desert Vally, Las Vegas, San Diego, Los Angeles. Für mich noch heute eines der schönsten Erlebnisse mit meinem Mann, es waren wie Flitterwochen. Für diese hatten wir nach unserer Hochzeit nämlich kaum Geld übrig und daher fielen diese eher einfach aus. Was mir in Amerika am meisten gefiel: Die Weiten des Landes, die spektakulären Naturschauplätze und die vielen freundlichen Menschen.

5. Was kannst du stundenlang tun, ohne dass dir langweilig wird?

Das ist einfach: Nähen! Das kann ich locker den lieben langen Tag tun. Ohne zu essen oder eine Pause zu machen. Manchmal muss ich mich richtig zwingen, mal kurz aufzustehen.

Ich kann aber auch stundenlang Lesen, sofern mich das Buch gepackt hat. Nur: Dazu komme ich so gut wie nie. Ich bin schon froh, wenn ich da und dort mal auf eine halbe Stunde komme.

Dies waren sie also, meine ersten fünf Antworten. Wer Lust hat, darf sie natürlich ebenfalls beantworten. Für sich oder wer mag, kann die Antworten auch im Kommentar veröffentlichen. Hier oder auf www.luziapimpinella.com. Da könnt ihr übrigens auch lesen, was andere zu diesen Fragen geschrieben haben. Ich bin selbst schon gespannt. Viel Spass!

Herzlichst, Darja

 

 

 

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