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Darja Stucki

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Herbst in Sicht

Die erste Woche nach Schulbeginn ist schon wieder um und trotzt guter Planung hatte ich so meine Mühe, wieder im Alltag anzukommen. Neben dem Nötigsten wie Znünibox richten, ein paar E-Mails beantworten und endlich den Servicetechniker für unseren vereisten Kühlschrank zu bestellen, war nicht viel drin. Irgendwie hing ich mit einem Fuss noch in den Sommerferien.

Zurück im Alltag- ein paar Organisationsideen

Ferien sind schon was Schönes. Seit Wochen trage ich keine Uhr, wir sind viel unterwegs und geniessen das herrliche Wetter und lassen öfter mal die Fünf gerade sein. Doch bald ist diese Zeit vorbei und es geht zurück in den Alltag. Der Beginn des neuen Schuljahres ist für Mamis noch fast mehr ein Neustart als der Jahresbeginn: Der Stundenplan ändert sich, neue Hobbys starten und alles muss wieder eingespielt werden. Mami kommt nicht ums Organisieren herum. Aber auch ohne Schulkinder haben viele nach dem Sommer den Wunsch, den Alltag wieder etwas strukturierter zu gestalten. Hier ein paar schöne Ideen*.

Wir besuchen unsere Hauptstadt

Mein Sohn liebt es, die Weltkarte zu studieren. Er will wissen, wo welches Land liegt und interessiert sich auch für die Hauptstädte. So wollte er vor Kurzem wissen, welches die Hauptstadt der Schweiz ist und ob das Zürich sei, weil dies doch die grösste Stadt in unserem Land ist. Als ich ihm sagte, das sei Bern, hat er gefragt, ob wir da mal hinkönnen. Ja, warum eigentlich nicht mal einen Ausflug nach Bern machen? Und schwups, landete dies ganz oben auf unserer Ferienausflugsliste.

Regenbogen Glacé selber machen

Heiss, heisser, eiskalt. Wenn die Temperaturen steigen, bekommt man Lust auf Abkühlung! Ein Sprung ins kalte nass oder ein Glacé sind dann herzlich willkommen. In der Badi gehört es bei uns zur Tradition. Aber auch daheim gibt es bei dieser Hitze was Kühles zum Schlecken. Wir haben diesen Sommer selbstgemachte Glacé entdeckt. Meine Kinder lieben sie, ganz besonders wenn sie bei der Herstellung dabei sein dürfen und sehen, wie die gefüllten Glacé Behälter ins Eisfach wandern und Stunden später als süsse Erfrischung wieder herauskommen.

Damit dabei die Früchte nicht zu kurz kommen und die Zähne geschont werden, machen wir unsere Glacé mit viel Früchten und Birkenzucker. Heute haben wir uns an Regenbogen Glacé gewagt. Die glustigen Farben haben es meinen Kindern ganz besonders angetan. Gerne teile ich mit euch ‚unser‘ Rezept, welches ich aus diversen Rezepten selbst zusammengestellt habe. Man kann damit herrlich experimentieren, indem man mit Früchte, Zuckermenge und Rahm variiert.

Zutaten

Das Rezept ist für 4 Glace (wir haben die Stängeliglacé-Becher von der Migros). Pro Farbe:

  • 70gr. Früchte (bei uns Mangos, gefrorene Himbeeren und gefrorene Heidelbeeren)
  • 15-20gr. Birkenzucker gemahlen (oder Puderzucker)
  • 1 EL Wasser
  • evtl. 1/2 dl Rahm

So gehts

Früchte (angetaut) mit Wasser, Birkenzucker und evtl. Rahm (haben wir bei den Himmbeeren gemacht) fein pürieren.

Mangopüree bis zu einem Drittel in den Glacé-Becher füllen, Deckel mit Stäbli einsetzen und für ca. 30min einfrieren.

Danach Himbeerpüree bis zum zweiten Drittel in den Behälter füllen, Deckel wieder aufsetzen und für weitere 30min. einfrieren.

Nun das Heidelbeerpüree in die Behälter füllen, Deckel aufsetzen und für mindestens 5 Stunden einfrieren.

Geniessen!

Anmerkung

Für 4 Regenbogenglacé war der Aufwand recht gross. Es empfiehlt sich, gleich etwas mehr zu machen! Die ‚Lieblingsfarbe‘ meiner Kinder war übrigens- oh Wunder- Pink, also einmal mehr eine Stimme für Himbeeren! 😉

Hier noch ein paar Varianten:

  • Orange: Aprikosen, Pfirsiche
  • Rot: Erdbeeren
  • Grün: Kiwis, Avocados
  • Violett: Brombeeren
  • Weiss: Joghurt
  • Braun: Schoggi Milch

 

Kleiderschrank update

Ich weiss, man lauscht nicht den Gesprächen anderer Leute. Aber diese beiden Frauen standen in der Garderobe nur einen halben Meter von mir entfernt und sprachen sehr laut, es war unmöglich NICHT zu lauschen! Aber keine Angst, sie haben keine Vertraulichkeiten ausgetauscht. Es ging um ein Thema, welches mich einfach brennend interessiert. Es ging um den Inhalt ihres Kleiderschranks.

Die Schlechtwetter Box

Früher habe ich nie verstanden, weshalb Mütter von Schulkindern ihre Ferien verplanen. Einerseits musste ich selbst meistens arbeiten, andererseits war mein Sohn vor der Kindergarten sowieso meistens um mich, da haben die Ferien keinen grossen Unterschied gemacht. Doch nun sieht das anders aus. Seit er im Kindergarten ist, muss auch bei uns in den Ferien was laufen. Vorallem wenn wir daheim und die Gspändli in den Ferien sind. Nach dem Aufstehen geniessen es meine Kinder es zwar, mal so richtig miteinander spielen zu können und nicht Abschied voneinander nehmen zu müssen. Doch meistens kippt irgendwann die Stimmung und dann brauchts PROGRAMM. Das kann zwar sehr einfach sein, erst mal in den Garten schicken, dann in die Badi gehen, einen Spielplatz besuchen oder mit Bus und Zug eine kleine Reise unternehmen. Dazu braucht es nur gutes Wetter und einen Plan.

Doch wenn das Wetter schlecht ist, wird es schwierig. Für mich jedenfalls! Ich mag bei Regen nicht gross rausgehen und ich mag auch keine Hallenbäder. Museen wären eine Alternative, doch mit meiner Zweijährigen ist das nur bedingt lustig. Warum also nicht mal wieder was basteln? Oder ein Rezept ausprobieren, dass man gut mit den Kids machen kann? Bei mir liegen ständig Sachen rum, die ich im richtigen Zeitpunkt mit den Kids machen möchte. Im Alltag kommt dieser allerdings selten. Nun habe ich mal alles, was an Bastelmaterial und Ideen rumlag oder in meinem Kopf rumspuckte in eine Box gepackt. In eine SCHLECHTWETTER BOX. Jetzt sind wir ready für den Sommer, so oder so.

Und sollte es in diesem Sommer wirklich mal schlechtes Wetter geben, hole ich einfach meine Box hervor und wir schauen, was wir von all den Projekten umsetzen (oder ob vielleicht auch was ganz anderes daraus wird). Gerne zeige ich euch, was sich in unserer Schlechtwetter Box befindet und was ich mir da im Geiste so ausgemalt habe. Genaue Anleitungen gebe ich hier keine, die meisten Ideen sind Klassiker, welche du aus dem Handarbeitsunterricht oder der Schule kennst. Also easy. Ich habe für jede Idee eine Karteikarte mit Titel, Material und einigen Gedanken darauf gemacht. Diese folgen hier etwas ausführlicher:

 

 

Slimy selber machen

Vor kurzem bin ich in einem Heft über ein Slimy-Rezept gestolpert. Wie habe ich dieses glibberige Zeug als Kind geliebt, konnte man es doch so schön durch die Finger glibbern lassen. Ich krieg gerade eine Gänsehaut. Müssen wir unbedingt ausprobieren. Dies ist ein Projekt für die Küche, da man den Slimy in der Pfanne herstellen muss. Das Rezept findest du hier.

 

Material Slimy

  • Pfanne und Wasser
  • Flohsamenschalen (Reformhaus oder in grösseren Migrosfilialen)
  • Lebensmittelfarbe
  • evtl. Glitter

Tonen

Mit den Händen etwas formen ist eine schöne und sinnliche Erfahrung. Wenn der Gegenstand dann auch noch ausgehärtet und bemalt wird, können schöne Spielsachen entstehen. Dafür habe ich Ton gekauft, der in der Luft aushärtet. Ist er vollständig getrocknet, kann er mit Acrylfarbe bemalt werden. Wie Knete kann man auch den Ton mit Werkzeug bearbeiten. Mein Sohn wünscht ist noch immer im Fussballfieber, er möchte damit einen Gold-Pokal formen. Weil Kinder manchmal einen kleinen Input brauchen, hier einige weitere Ideen: Mein Lieblingstier, Essen und Geschirr für die Kinderküche, einen eigenen Trinkbecher (mit speziellem Lack wird der Ton auch ‚wasserfest‘).

Material Tonen

  • Soft-Ton (z.b. von Migros Do-It)
  • Acrylfarben
  • Werkzeug nach Bedarf, z.B. Messer, Wallholz, Förmli u.s.w

Vorstich Bilder

Wir haben schon einmal einen Anlauf genommen und einige dieser Vorstich Bilder gemacht. Ein paar liegen am immer noch herum. Also sind auch diese in die Box gewandert. Weil es meinem Sohn manchmal an Motivation fehlt, sowas einfach so zu machen, wollen wir dieses Mal die Bilder konkret für jemanden herstellen und dann gleich zu Karten verarbeiten und diesen Personen per Post verschicken.

 

Material Vorstich Karten

  • Vorstich Bilder
  • Farbstifte oder Filzstifte zum Ausmalen
  • Garn und dicke, stumpfe Nadel
  • Karten und Couverts

Holzsachen bemalen

Auch diese Holzsachen liegen bei uns schon eine Weile herum und warten auf Farbe. Vielleicht entstehen daraus schon erste Geschenke für Weihnachten? Schön ist, auch meine Zweijährige kann sie schon bemalen. Und bei Lust und Laune kann man sie zum Schluss noch mit Glitzer oder Pailletten verzieren. Einfach die Arbeitsunterlage gut abdecken und Malschoss nicht vergessen.

 

Material Holzsachen bemalen

  • Holzsachen wie Bilderrahmen, Teelichthalter (meine sind von Jako-o),…
  • Acrylfarben
  • evtl. Glitzer, Glitzersteine, Glitzerleim oder Pailletten

Indianerschmuck

Das Gotti von meinem Sohn hat Hühner, von ihr hat er einige Federn bekommen. Daraus wollten wir Indianerschmuck basteln, für die Verkleiderli-Kiste. Haben wir bis anhin nur noch nicht geschafft. Mit ein paar Glitzersteinen und einem Stoffband wollen wir es versuchen, bin selbst gespannt, on hier bald Indianer mit Federnschmuck durchs Haus rennen.

 

 

Material Indianerschmuck

  • Federn (wer keine Hühner hat, es gibt im Bastelgeschäft auch schöne bunte Federn zu kaufen)
  • Stoff- oder Lederband
  • Glitzersteine
  • Heissleim

Handy Film drehen

Vor kurzem habe ich einen kleinen Filmkurs besucht und selbst schon etwas ausprobiert. Auch ein Film mit Stop Motion (so wurde z.b. Shawn the Sheep gefilmt) ist entstanden, vielleicht habt ihr es auf meiner Facebookseite gesehen. Beim machen habe ich gedacht: Das wäre auch was mit den Kids! Wir werden es testen. Es ist sicher eher etwas für die grösseren Kinder.

Der Film wird eigentlich nicht gefilmt, sondern aus vielen Fotos zusammengefügt. Dazu werden Figuren immer einen kleinen Schritt bewegt, ein Foto gemacht, wieder etwas bewegt, Foto gemacht, u.s.w. Weil meine Kinder so gerne Playmobil filme schauen, möchte ich es damit versuchen, aber auch Schleichtiere und Legofiguren eignen sich dafür.

Material Handy Film drehen

  • Handy und App Stop Motion
  • Stativ oder etwas um das Handy zu fixieren (sonst wackelt es sehr)
  • Figuren

Beim Schreiben bekomme ich richtig Lust, loszulegen. Aber falls der Sommer einfach nur herrlich schön ist und wir non-stop draussen sind, auch nicht schlimm. Dann habe ich schon ein paar Ideen für die nassen Tage im Herbst.

Fussballfieber

Ich stehe in der Küche, bereite den Zvieri vor. Dabei höre ich mit einem Ohr lautes Schreien, gelegentlich ein Jubeln, zwischendurch ein Pfiff. Goal! Foul! Das gilt nicht! Hopp Schwiiz! Pfiff! Hands! Es ist 2:1! Was ich da höre ist aber nicht ein WM-Match, sondern eine Horde Jungs, die auf meinen wenigen Quadratmetern Rasen Fussball spielen.

Ein ganzes halbes Jahr

Solange ist es nun her, seit ich meinen Online Shop geschlossen habe. Ein ganzes halbes Jahr. In dieser Zeit habe ich mir viele Gedanken gemacht, wie es weiter gehen soll, aber nicht nur. Der Zeitpunkt für eine kleine Standortbestimmung ist gekommen.

Mein Sommer-ABC

Weil es soviel Spass gemacht hat, gleich noch ein ABC, diesemal eines zu meinem Sommer! Passend zum offiziellen Sommerstart heute:

A Aperol Spritz, ich weiss, ich wiederhole mich hier, exgüsi.

B Blumen, überall! Im Garten, auf Tischen, auf Sommerkleidern, einfach wundervoll!

C Cabriolet- war einmal. Meinen lieben Z3 habe ich kurz nach der Geburt meines Sohnes verkauft. Aber frau darf ja ein bisschen träumen, vielleicht kommt die Zeit dafür wieder!